Workshop - Mathematik

Bereich: Algebra - Klassenstufe: ab10.Kl.

Anpassen einer Sinus-Funktion an eine gemessene Schwingung

3. Anpassen der Periode

Mit Periode bezeichnet man den Bereich der Eingangsvariablen (z.B. x) einer Funktion, nachdem sich die Funktion exakt wiederholt. Bei der original Sinus-Funktion ist die Periode gleich 2π. Durchläuft die Eingangsvariable die Werte von 0 bis 2π, so ergibt sich exakt eine Schwingung.

Die Aufgabe ist nun, die Sinusfunktion so anzupassen, dass ihre Periode einer vorgegebenen Periode entspricht. Sie muss also der Vorgabe entsprechend gestreckt oder gestaucht werden, so dass die Funktion an der 'richtigen' Stelle ihre Periode vollendet hat.
Die Periode bezieht sich ja auf die Eingangsvariable, also muss diese entsprechend verändert werden. Vorhin hast du gesehen, dass man das Strecken bzw. Stauchen durch eine Multiplikation mit einer festen Zahl erreicht. Also müsste sich das gewünschte ergeben, wenn man nun x direkt mit einer Zahl multipliziert, also b•x statt x nimmt. Hier kannst du dies wieder ausprobieren:

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Es stimmt - je nachdem, welchen Faktor Du eingibst, wird die gesamte Sinusfunktion entlang der Rechtsachse gestreckt oder gestaucht. Aber! Hast du es bemerkt? Hier ist es genau umgekehrt, wie bei der Multiplikation der gesamten Funktion mit einem Faktor. Wenn hier der Faktor kleiner als eins ist, so wird gestreckt und wenn er größer als eins ist gestaucht! (Die Begründung kannst du der Überlegung unten entnehmen.) Man kann dies wieder für alle Funktionen verallgemeinern:

Die Multiplikation der Variablen einer Funktion mit einem Faktor
entspricht einer Streckung bzw. Stauchung des Graphen entlang der
Rechtswertachse um diesen Faktor.

Es stellt sich jetzt die Frage: Wie groß muss nun der Faktor b sein, um eine gewünschte Periode p zu erhalten?
Dazu folgende Überlegung:
Die Original-Sinus-Funktion hat ja die Periode 2π. Multipliziert man die Variable x mit 2π, so müsste die Periode statt bei 2π, nun schon bei eins vollendet sein, da ja nun bereits für x = 1 das Argument der Sinus-Funktion 2π beträgt. Probiere dies oben gleich einmal aus (π kannst du mit der Tastenkombination 'p eingeben).
Na ja, jetzt ist es nur noch ein Katzensprung... Damit die Funktion erst bei dem gewünschten Wert p ihre Periode vollendet hat, muss man nun zusätzlich noch durch p teilen. Der gesamte Faktor ergibt sich somit zu (2π) / p.
Auch dieses Ergebnis können wir wieder verallgemeinern. Diesmal auf alle periodischen Funktionen. Da ja 2π die Periode der Ursprungsfunktion war, können wir allgemein sagen:

ursprüngliche Periode

Faktor =

-------------------------------

gewünschte Periode

Hier ein kleiner Test:

  1. Ändere oben die Parameter so, dass die Funktion Werte zwischen -2,5 und 2,5 annimt und eine Periode von 6 hat. An welchen Stellen schneidet die Funktion die x-Achse?.

  2. Welche Werte müssen die Parameter besitzen, wenn die Funktion einen Wertebereich von 8 umfassen soll und durch den Punkt (0/5) gehen soll?

Lösung (kommt noch)

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